Forschung

Die biologische Forschung befindet sich gegenwärtig im Umbruch: Während die bisherigen Forschungsansätze in der Regel auf die Untersuchung einzelner Prozesse, die jeweils nur wenige Gene oder Genprodukte einschlossen, beschränkt waren, sind jetzt die technischen Voraussetzungen vorhanden, potenziell alle Gene und Genprodukte eines Organismus zu identifizieren und zu analysieren, um so ihre Funktion im Netzwerk der Lebensprozesse aufzuklären. Dieser Durchbruch, der teilweise auch durch das Humangenomprojekt ausgelöst wurde, läuft mit immer höherer Geschwindigkeit weltweit ab und wird für die biologische Forschung eine ähnliche Bedeutung haben wie die Entwicklung der Mikrochips für die Informatik.

Zur Aufklärung der genetischen Prozesse muss das Netzwerk der Interaktionen, die bei der Umsetzung des genetischen Programms auftreten, verstanden werden. Hierfür müssen neben einem Gesamtgenom die Komponenten dieses Netzwerkes, die Gene und Genprodukte, identifiziert und ihre Beziehungen zueinander und ihre Funktion aufgeklärt werden. Hierfür ist es notwendig, viele der Untersuchungen, die zum Verständnis der Funktion der Gene beitragen können, in großem Maßstab an der Majorität der Gene durchzuführen.

Arbeitsgruppen am Lehrstuhl für Genomorientierte Bioinformatik:

Der Lehrstuhl für Genomorientierte Bioinformatik besteht seit Herbst 2001 und steht in enger Kooperation mit dem Institut für Bioinformatik am Helmholtz Zentrum München.